Mädchen in Bolivien haben es in dem ärmsten Land Lateinamerikas besonders schwer. Vor allem den kinderreichen Familien fehlt das Geld, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Außerdem sind die Wege in dem dünn besiedelten Land weit. Die weiter führenden Schulen sind für viele daher unerreichbar.



Der Steyler Missionar Bruder Josimar Ferreira SVD sorgt sich besonders um diese Mädchen. Daher ist er seit Anfang 2017 die LEitung des Internats Casa Guadelupe in der Stadt San Ignacio de Velasco übernommen. Dort leben derzeit Mädchen aus bis zu fünf Stunden entfernten Dörfern. Sie alle sind zwischen 13 und 17 Jahren alt.

Gute Berufsaussichten haben die Mädchen nach der Schule. Arbeit wartet vor allem in der Gastronomie oder Krankenpflege. Der Unterricht in Hauswirtschaft, den sie im Internat nachmittags erhalten, ist dabei eine zusätzliche Qualifikation.



Derzeit leben 20 Mädchen im Internat. Ihre Eltern helfen mit einem Teil der Ernte so gut sie können. Doch damit können nur 15 Prozent der laufenden Kosten gedeckt werden. Für ein Jahr belaufen sich die Kosten auf 440 Euro pro Mädchen. Das Einkommen der Eltern liegt aber nur um die 120 Euro.

Mittelfristig soll das Mädcheninternat finanziell auf eigenen Füßen stehen. Dazu soll eine Rinderfarm, die derzeit aufgebaut wird, beitragen. Hier soll gleichzeitig eine landwirtschaftliche Ausbildung möglich sein.

Gesamtfördersumme: 1.504,10 Euro (Stnad März 2016)